Generative Kunst

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Ge|ne|ra|tive Kunst bezeichnet eine Kunstform, bei der der Schaffensprozess teilweise oder vollständig durch ein autonomes System erfolgt, das nach festgelegten Algorithmen, Regeln oder Verfahren arbeitet, die vorher von den Künstler:innen festgelegt wurden.

Diese Systeme können digitale Programme, mechanische Vorrichtungen oder andere methodische Prozesse sein, die Kunstwerke erzeugen, deren endgültige Form durch den ursprünglichen Algorithmus und zufällige oder algorithmische Variationen während des Erstellungsprozesses bestimmt wird.

Vera Molnár (geb. 1924 in Budapest, Ungarn, gest. 2023 in Paris, Frankreich), Untitled, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 7,5 x 7,5 cm, 1968,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2024, DAM Digital Art Museum, dam.org

Die Ursprünge der generativen Kunst lassen sich bis in die 1960er Jahre zurückverfolgen, als Programmierer:innen und Künstler:innen begannen, die Potenziale der damals neuen Computer zu erkunden. Pionier:innen wie Vera Molnár, die bereits in den frühen 1960er Jahren mit Computern Kunst schuf, und Manfred Mohr, der als einer der ersten programmatische Algorithmen zur Erzeugung von Kunstwerken einsetzte, legten den Grundstein für diese Kunstform.

In jüngerer Zeit haben Künstler:innen wie Casey Reas (a.k.a C.E.B. Reas), Mitbegründer von Processing, einer beliebten Programmiersprache und Umgebung für Künstler:innen und Designer:innen, sowie der britische Künstler Matt DesLauriers, bekannt für seine Arbeit mit generativer Kunst und kreativer Programmierung, das Feld weiter vorangetrieben.

Manfred Mohr (geb. 1938 in Pforzheim), P-197 J, 1979, Acryl auf Leinwand, 135,0 x 135,0 cm, Mercedes-Benz Art Collection

Casey Reas (geb. 1972 in Troy, Ohio, USA), Tox Screen, 2013, kundenspezifische Software (Farbe, Stille), zwei Computer, zwei Projektoren,
Abmessungen variabel, horizontal, DAM Digital Art Museum, dam.org

Generative Kunst umfasst ein breites Spektrum an Medien, einschließlich digitaler Bilder, Animationen, Skulpturen, Sound Art und Poesie. Ein wesentliches Merkmal generativer Kunst ist die Betonung des Prozesses über das Endprodukt. Der kreative Akt liegt nicht nur in der Erstellung des Kunstwerks selbst, sondern auch in der Ausarbeitung der Algorithmen und Regeln, die dessen Entstehung steuern.

Generative Künstler:innen programmieren häufig komplexe Systeme, die dann selbständig Werke erzeugen, die variabel und oft unvorhersehbar sind. Diese Kunstform wirft Fragen zur Autorschaft, zur Rolle des Zufalls in der kreativen Produktion und zum Verhältnis zwischen Mensch und Maschine in künstlerischen Prozessen auf. Sie erweitert die Grenzen dessen, was traditionell unter Kunst verstanden wird, und erforscht die Beziehungen zwischen Technologie, Kreativität und Zufall.

Ben Laposky (geb. 1914 in Cherokee, Iowa, USA, gest. 2000 ebend.), Oscillon 40, Fotografie / Computer Art, 1952, fotografischer C-Typ-Abzug, 20,3 x 25,1 cm, Victoria & Albert Museum, London, UK, Bild: collections.vam.ac.uk

Hauptbild

Ben Laposky (geb. 1914 in Cherokee, Iowa, USA, gest. 2000 ebenda), Oscillon 40,  Fotografie, 1952, Schwarz-weißer fotografischer C-Typ-Abzug von elektronischen Wellen, die auf einem Oszilloskop angezeigt werden, 20,3 x 25,1 cm, Victoria and Albert Museum, London, UK, collections.vam.ac.uk

Über die Autor:innenschaft

Marco Ressler & ChatGPT

Als Experiment zum Thema “künstl(er)i(sch)e intelligenz” des ArtVenture Clubs im April 2024  wurde dieser Text des Kunstweltglossareintrags auf Prompt von Marco Ressler zum größten Teil von ChatGPT-4 erstellt. Der Verlauf und das Ergebnis können hier nachvollzogen werden.

ChatGPT ist ein fortschrittliches KI-Modell, das auf der GPT (Generative Pre-trained Transformer)-Architektur basiert. Es wurde entwickelt, um menschenähnliche Gespräche zu führen und auf natürliche Sprache zu reagieren. ChatGPT lernt aus großen Mengen von Textdaten und kann vielfältige Themen behandeln, Fragen beantworten und sogar kreative Texte generieren. Es wird für Anwendungen wie Chatbots, Kundeninteraktionen und Textgenerierung eingesetzt.

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